| Häufig gestellte Fragen...
Muss Fertan abgewaschen werden ? Ja auf jeden Fall. Fertan hinterlässt auf Metall und Rost durch die chemische Reaktion einen feinen schwarzen Staub, auf dem keine Lack etc. halten würde. Dieser Staub lässt sich einfach mit Wasser abwaschen oder ausspülen. Danach kann die Oberfläche alle Schattierungen von silbern über bläulich bis schwarz haben, das ist völlig in Ordnung so.
Schadet das Wasser nicht dem Metall ? Nein, weil Fertan eine zinkähnliche Schutzschicht auf dem Metall hinterlässt, die momentan vom Wasser nicht angreifbar ist.
Kann ich auf Owatrol direkt mit einem Autolack drüberlackieren ? Nein, weil die Owatrol-Produkte eine „Kunstharzbasis“ haben, die vom aggressiven Lösemittel der Acryllacke angelöst wird und dann Blasen wirft.
Was kann ich machen um auf Owatrol dennoch Autolack zu lackieren ? Sie können Owatrol CIP als Trenngrund einsetzen. Owatrol CIP haftet bestens auf Owatrol, dem Unterwasser Primer und Ovagrundol, sowie anderen Kunstharzlacken, ist aber nach dem Trocknen mit 2-K-Acryl-Autolacken überlackierbar. Zur Not gehen auch Ferpox, Bob 2 Grundierung, sind aber nicht optimal (BOB gut trocknen lassen).
Kann ich Owatrol auch auf blankes rostfreies Blech auftragen ? stron Solange auf Owatrol keine weiteren Anstriche folgen sollen ja, ansonsten besser nicht, da das viele Öl im Owatrol einen saugfähigen Untergrund, wie z.B. Rost, benötigt um eine gute Verbindung einzugehen. In einer Schweißnaht, bzw. einem Falz spielt das keine Rolle hier „klebt“ Owatrol zwischen den Blechen.
Was muß ich beachten, wenn ich mit POR15 Lacken arbeite ? Da POR 15 Lacke nur dann die gewünschte Festigkeit bekommen, wenn Sie sich mit der Metalloberfläche chemisch verbinden können, ist es hier wichtiger als bei anderen Lacken, dass die Oberfläche sauber, fettfrei und frei von alten Anstrichen sowie Lösungsmittelrückständen ist. In vielen Fällen ist eine besondere Reinigung nicht nötig, vor allem dann, wenn man vorher den alten sauberen Lack abgeschliffen hat. Ist die Reinigung nicht ausreichend gewesen, so kann man den Lack in Stücken wie eine Folie abziehen.
Will man absolut sicher gehen, dass der Lack auch wirklich hält, ist die gründliche Entfettung, am besten mit Marine Clean, und dem „Vorgrundieren“ (anätzen) mit Metal Ready Pflicht.
Zum Entfetten eignen sich oft auch Aceton, Spiritus, Reinigungsbenzin oder ein Kaltreiniger auf Wasserbasis, stellen aber keine Garantie dar.
Wann kann ich POR 15 am besten überlackieren ? Alle POR 15 Lacke lassen sich am besten, mit sich selbst oder einem beliebig anderem Lack, überlackieren, wenn sie an der Oberfläche getrocknet sind, sich aber noch mit dem Finger eindrücken lassen. Das ist meist nach ca. 4-6 Stunden der Fall und endet nach ca. 24 Stunden. Dieses Intervall kann aber je nach Umgebungsbedingungen auch variieren. Ist der Lack schon länger getrocknet sollte er komplett angeschliffen werden (z.B. mit 180er Schleifpapier). Es besteht auch die Möglichkeit den Tie Coat Primer als Haftvermittler einzusetzen, der aber nicht gerade billig ist und auch nicht immer eine Garantie für eine spätere Lackhaftung darstellt (Klappt in ca. 80% aller Fälle).
Welche Mittel sind zur Entfettung im Allgemeinen geeignet? Bevor man ein Blech mit einem Entroster, Rostumwandler oder Grundierung + Lack behandelt, sollte man es immer entfetten, damit einerseits eine gute Wirkung des Roststoppers, andererseits eine gute Haftung des Lackaufbaus gewährleistet ist.
Zu beachten ist dabei, dass nicht alle Lösungsmittel auch dafür geeignet sind: Testbenzin (auch Terpentinersatz genannt) Nitroverdünnung, Universalverdünnung, Petroleum u.ä. reinigen zwar recht gut, enthalten aber selber Ölanteile die einer Entfettung im Weg stehen und somit ungeeignet sind.
Geeignet sind z.B. Aceton, Alkohol (auch als Isopropylalkohol, Weingeist oder Spiritus im Handel), wobei darauf zu achten ist, das der Alkoholanteil möglichst hoch ist (90-100%), Reinigungsbenzin (kein Normal- oder Superkraftstoff !), Bremsenreiniger und sogenannte Silikonentferner. Prinzipiell geht alles was 100%-ig entfettend wirkt, also auch Kaltreiniger (z.T. auch auf Wasserbasis - diese eignen sich besonders für POR 15 -Lacke) Motorreiniger etc., solange keine rückfettenden, glanzbringenden oder sonstige schützenden Zusätze beigemischt sind.
Wie kann ich Aluminium, verzinkte Bleche und ander NE-Metalle lackieren? Alle diese Metalle lassen sich schlecht lackieren, besser gesagt die Haftung von allen Lacken ist langfristig relativ schlecht. Es gibt dafür sogenannte Reaktions- oder Waschprimer, die für eine gute Anbindung an den Untergrund sorgen, die i.d.R. etwas Phosphorsäure enthalten um das Metall anzuätzen. Eine sehr einfache und wirkungsvolle Methode ist die Behandlung der Metalle mit Pelox RE oder Metal-Ready. Hierzu lässt man eines der Produkte ca. 15-20 Minuten auf dem Blech einwirken und wäscht sie danach gründlich mit Wasser ab. Jetzt sind die Metalle lackierbar mit allen üblichen Lacken und es müssen auch keine Säurereste befürchtet werden.
Wie kann ich Falzrost beseitigen? Rost zwischen den Blechen möglichst gut mechanisch entfernen. Anschließend mit Fertan behandeln. Nach der Einwirkzeit gut auswaschen und trockenen lassen. Zur Konservierung am besten das gut kriechende Owatrol Öl zur Versiegelung in den Spalt laufen lassen. Nach Trocknung dann mit Karosseriedichtmasse Uniflex PU abdichten und lackieren. Möglichst die Spalten von „hinten“ her auch noch mit einer Hohlraumversiegelung versehen.
Wie ist der optimale Lackaufbau? Nach den groben Vorarbeiten, wie Rostentfernung, Verzinnen und Spachteln etc. , sollte als 1. Schritt gut entfettet werden. Hierzu setzt man einen Silikonentferner ein. Als 2.Schritt folgt dann ein Grundierfüller wie kdcolor 400. Dieser kann wenn nötig noch geschliffen werden. Danach wird, obwohl nicht zwingend nötig, üblicherweise eine dünne (!) Schicht EP-Primer (wie z.B. Ferpox) aufgetragen, auf die dann erst der eigentliche Autolack folgt. Bei Uni-Lacken haben Sie hierzu einen Lack + Härter + Verdünnung, bei Metalliclacken einen farbgebenden Basislack + Verdünnung, sowie einen Klarlack mit Härter und Verdünnung. Manche Lacke (z.B. 2-Schicht schwarz und moderne „Wasserlacke“) setzen sich auch aus Basislack und Klarlack zusammen, obwohl sie nicht „metallic“ (mit glitzernden Metallpartikeln) sind. In der Lackierung von Liebhaberfahrzeugen wird gerne auch auf Uni-Lacke eine satte Schicht, bzw. mehrere Schichten, Klarlack gegeben, da dieser die Farbtiefe und den Glanz deutlich erhöht.
Wie kann ich Pistolen und Pinsel reinigen? Als Faustformel kann man sagen, dass man zur Reinigung immer die Verdünnung einsetzen kann, mit der man auch das vearbeitete Produkt verdünnen kann. Unterbodenschutz, Hohlraumschutz, die meissten 1-Komponenten Grundierungen und Lacke lassen sich in der Regel mit Universal- oder Nitroverdünnung auswaschen. Bei 2-Komponenten Grundierungen und Lacken kann man manchmal eine Nitroverdünnung einsetzen, besser geht aber fast immer die zum Produkt gehörige Verdünnung. Sonderfälle: größere Mengen Mike Sander Korrosionsschutzfett lassen sich mit heißem Wasser lösen, komplett entfernen läst sich das Fett, sowie auch Fluid-Film, am besten mit Silikonentferner.
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